Zuchtprogramm

Lange Zeit im 18. und 19. Jahrhundert als "Niederwildschädling" bekämpft und verfolgt. Mit Schlagfallen, Giftködern oder durch Abschuss dezimiert. Aushorstung für die "Hüttenjagd" gab dem Uhu den Rest. Der Uhu, die größte Eule der Welt. Immer wieder mischt sich der Mensch ein in funktionierende Abläufe in der Natur. Als "Schädlingsbekämpfter " fühlt er sich wenn er Beutegreifern nachstellt die Ihm sein Niederwild wie etwas den Feldhasen streitig macht. Dabei wurde ganz übersehen das dieser stattliche Vogel, Flügelspannweite 180 cm, eben auch regulierend eingreift bei Habicht, Bussard, Rabenkrähe und Fuchs. Es gab sogar Abschussprämien für das Erlegen eines Uhus. Nach jahrzehntelanger Verfolgung stand die Eule vor dem Ende. Nur wenige Uhus überlebten die Verfolgung. Ende der 60er Jahre waren es nur noch 40 Brutpaare in ganz Deutschland. Naturschützer schlugen Alarm- mit Erfolg!

Eine Welle der Hilfsbereitschaft für "Bubo bubo" so der lateinische Name des Uhus, begann. Tier- und Naturschützer organisierten Zuchtprogramme- und Wiederansiedlungprojekte in ganz Deutschland. In Volieren nachgezüchtete Junguhus wurden an geeigneten Stellen ausgewildert. Auch die Adlerwarte Niederwald beteiligte sich am Zuchtprogramm, um sie dann an ein Leben in Freiheit vorzubereiten. 

Obwohl es heute wieder ca. 470 Brutpaare in Deutschland gibt, ist noch keine Zeit die Hände in den Schoss zu legen. 

Hochspannungsleitungen, Straßenverkehr und Klettertourismus lassen den Uhubestand dennoch wieder sinken. "Auch wir bekommen jährlich verletzte Uhus in unsere Station gebracht die Opfer von Autounfällen oder Stromleitungsopfer geworden sind", erklärt Monika Döring.