Falknerei

Beizjagd, auch Falknerei genannt ist das Abrichten, die Pflege und das Jagen mit Hilfe eines Greifvogels. Feder- und Haarwild sind hierbei Ziel der Jagd – trotz des deutschen Namens umfasst die Falknerei auch andere Beizvögel als Falken.

Die Beizjagd (von mhd. beizen, beißen machen‘, ,beißen lassen‘) entstand vermutlich vor etwa 3.500 Jahren in Zentralasien. Sie war für die deckungslose Steppe eine zweckmäßige Jagdform.

Ob antike Ägypter die Beizjagd ausübten, ist unklar. In Abydos wurde eine Grabstätte mit einbalsamierten Falken entdeckt. Die Falken-Mumien sind in Leinen eingewickelt und haben in großen, ovalen Tonsarkophagen gelegen, einige von ihnen mit goldverzierten Masken. Auch sind intakte Falkeneier gefunden worden. Die oberste Gottheit war in Ägypten Horus, der Falke. Ein Assyrisches Relief in den Ruinen von Khorsabad aus dem Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. zeigt möglicherweise die Falknerei, also einen Falkner mit einem Falken auf der Faust.

Untrennbar verbunden ist die Falknerei mit einem Namen: Kaiser Friedrich II von Hohenstauffen (1194-1250). Falken, Habicht und Adler dienten den Menschen vor der Erfindung der Feuerwaffe als zuverlässiger Jagdgehilfe.
Heute steht die Jagd nicht mehr im Vordergrund, sondern Natur und Artenschutz. Das heißt: Züchten vom Aussterben bedrohten Greifen und Eulen, um diese wieder auszuwildern.